Wir bieten mit dem Konzept von SOUL INJURY® eine Unterstützung für traumatisierte Menschen und Menschen die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Wir interessieren uns für engagierte Fachpersonen die sich einfühlsam und verständnisvoll um ihre traumatisierten Patienten kümmern möchten.

  • (1) SOUL INJURY® Weiterbildungen (Schweiz, Deutschland, Österreich, USA)
  • (2) Spiritual Care im Alltag und Beruf
  • (3) Palliative Beratung im interdisziplinären Umfeld mit Schwergewicht Spiritual Care
  • (4) TIC Trauma Informed Care
  • (5) Hospice Care
  • (6) Beratung bei Verlust- und Trauer
    - Dignity Therapie
    - Einzel- und Gruppensitzungen (für Kinder und Erwachsene)
  • Anlässe für Caregivers / Betroffene
  • Anlässe für gefallene Kammeraden (USA, Deutschland)

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(1) SOUL INJURY® - Als Ressource in der Arbeit von Spiritual Care und Palliative Care

Negative Ereignisse, die uns erst kürzlich oder schon vor langer Zeit widerfahren sind, können unser Verhalten im Privat- sowie im Berufsleben stark beeinflussen. Oftmals schränken sie uns unbewusst in unserer Vitalität ein und wir stehen immer wieder vor gleichen oder ähnlichen Problemen. Die aufkommenden Gefühle werden als unangenehm wahrgenommen und deshalb auf die Seite geschoben. „Weshalb soll ich mich damit belasten“, fragen wir uns. Dabei wären gerade diese Gefühle die Signale, die uns wieder zur inneren Vitalität aufrufen möchten. Sie wollen Beachtung erhalten, damit sie endlich in Frieden mit uns leben können. Es sind gerade diese, für uns als negativ empfundenen Signale, die uns Kraft zurückbringen können. Heute wissen wir, dass ein belastendes Ereignis eine Soul Injury hervorrufen kann.  Soul Injury auf Deutsch heisst: Seelenverletzung. Eine Soul Injury findet man in einem unbewältigten Verlust oder in einer unverarbeiteter Scham oder Schuld. Betroffene Erwachsene und Kinder leiden oftmals jahrelang unerkannt. Soul Injury ist nicht nur ein Begriff, es steckt auch ein Behandlungskonzept dahinter, welches unterstützend bei therapeutischen PTBS-, Krisen- und Stressinterventionen empfohlen wird. SOUL INJURY® hat sich auf Menschen mit schwieriger Vergangenheit spezialisiert.  Auch hier in Europa gibt es Menschen die eine schwere Vergangenheit haben und vielleicht darunter leiden. Denken wir an Verdingkinder, Menschen von mentaler und körperlicher Gewalt, Kriegs- oder Terroropfer, Flüchtlinge, Kriegssoldaten, First Responder, Opfer von Mobbing, Menschen mit schweren chronischen Krankheiten, Menschen die von einer Umweltkatastrophe heimgesucht wurden etc.  Die professionelle innerseelische Begleitung, wie dies das Konzept von SOUL INJURY® vorschlägt, hilft Experten u.a. das Verständnis für traumatisierte Menschen zu verstärken und die kommunikative Kompetenz in Krisensituationen zu optimieren.                              

 


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 (2) Spiritual Care im Alltag und Beruf

Auch in sehr schweren Lebenssituationen gibt es Möglichkeiten um Zuversicht, Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Spiritual Care bedeutet auch: Menschen in schweren Lebenssituationen, z.B. Trauma, Krankheit und Todesnähe in ihren existenziellen, spirituellen oder religiösen Bedürfnissen auf der Suche nach Lebenssinn, Lebensdeutung sowie bei der Krisenbewältigung zu begleiten. Eine Spiritual Care ist konfessionsneutral und hat in der Regel ein breites professionelles Netzwerk, das im Bedarfsfall jederzeit einberufen werden kann (z.B. Notfallstellen, Polizei, Seelsorge der verschiedenen örtlichen Kirchen, Spital, Therapeuten etc). Die Spiritual Care ist eine zertifizierte Fachausrichtung, welche auch an einigen Universitäten in der Schweiz angeboten und immer häufiger von Ärzten, Sozialarbeitern, Pflegefachpersonen etc.  besucht wird.

Unsere Art zu arbeiten wurde auch inspiriert durch...
„Die Spiritualität kann eine wichtige Rolle spielen wie sich Patienten gegenüber chronischen Krankheiten, Leiden und Verlusten stellen. Ärzte sollten ihre Patienten auf Ihre Leiden ansprechen und diese erkennen können – seien diese physischer, emotionaler oder spiritueller Art. Das ist Teil einer einfühlsamen Pflege. Ich glaube, wir könnten alle bessere Ärzte und echte Partner für unsere Patienten werden, wenn wir einfühlsam sind: indem wir also auf die Hoffnungen,  Ängste und Überzeugungen  unserer Patienten hören und diese in die therapeutischen Pläne miteinbeziehen."
Christina M. Puchalski MD, MS (Source: The role of spirituality in health care 2001) - den Originaltext dazu finden Sie auf unserer englischen Seite. 

Broschuere_Leitlinien_Spiritual_Care_in_Palliative_Care_de_RZ_low.pdf


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(3) Palliative Care

Der Begriff «Palliative Care» wird international verwendet und mehr und mehr auch im nichtenglischen Sprachraum benutzt. «Palliative Care» leitet sich ab aus dem lateinischen «pallium», was einem mantelähnlichen Umhang entspricht. Das englische Wort «care» heisst «Pflege», umfasst aber mehr als das: «I care for you» bedeutet auch «ich sorge mich um dich». Und: «du bist mir wichtig». Die Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Sie wird vorausschauend miteinbezogen, ihr Schwerpunkt liegt aber in der Zeit, in der eine Heilung der Krankheit als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Es wird angestrebt Patientinnen und Patienten eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode zu gewährleisten und die nahestehenden Bezugspersonen angemessen zu unterstützen. In der Schweiz gibt es immer mehr professionelle Palliative Care Teams, die auch beim Patienten Zuhause die Pflege übernehmen können (z.B. Spitex).

Mehr zu Palliative Care erfahren Sie unter: www.palliative.ch oder www.palliativ-zug.ch



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(4) TIC Trauma Informed Care

Definition des Begriffes TIC: Trauma Informed Care heisst, die konkreten Kenntnisse über die verschiedenen Interventionen und den tiefgreifenden, neurologischen, biologischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen zu haben unter welchen betroffene Person mit einer PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) leiden. Man soll die Zusammenhänge verstehen und das Verständnis dafür zu haben, mit welchen Möglichkeiten mit diesen Emotionen und Impulsen umgegangen werden kann.
(Originialtext auf der englischen Seite. Trauma-Informed Care Resources Guide - CP)


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(5) Hospice Care

Unter dem Begriff „Hospiz“ versteht man ein umfassendes Konzept in der End of Life Care. Das Ziel ist es: Das Leiden zu lindern, das Sterben möglichst in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und auch den Angehörigen in der schweren Zeit des Abschieds und der Trauer beizustehen. In der Schweiz gibt es - verglichen zu anderen Ländern wie z.B. der USA - erst wenige Hospize.

„Bei uns in der Schweiz besteht ein starkes Interesse in der Akutpflege und in der kurativen Behandlung. Wir haben fantastischen Zugang zu den teuersten und besten Technologiemöglichkeiten, welche u.a. auch Leben verlängern können. Bis anhin wurde kein starker Fokus auf den ganzheitlichen chronischen Pflegeansatz und das Leben mit einer Krankheit gelegt. Ein Grund könnte unser fragmentiertes Gesundheitssystem sein: z.B. mit unseren Krankenhäusern als eigene ökonomische Betriebe, den Möglichkeiten einer Langzeitpflege in Pflegeheimen (das meistens aus eigenen Taschen bezahlt wird) und der In-Haus-Pflegemöglichkeiten. Die Schweiz hat sehr wenige Hospize. Die Erwartung ist es, dass Gesundheitsprobleme durch fantastische Krankenhauspflege geregelt werden. Es gibt keine alleinige Zuständigkeit für die gesamte Palette unseres Gesundheitsnetzwerkes wie z.B. ein nationaler Gesundheitsdienst                         
Prof. Dr. med. Steffen Eychmüller (SWI - Swiss Info Jul 11, 2016) - den Originaltext dazu finden Sie auf unserer englischen Seite.

Hospice Care in den USA:
Hospiz-Programme in den USA werden in speziell dafür eingerichteten Hospizen mit einem professionellen, interdisziplinären Team oder direkt beim Patienten Zuhause angeboten (ähnlich wie in der Schweiz die Palliative Spitex). Anders als in der Schweiz gehen diese interdisziplinäre Hospiz-Teams z.B. auch direkt zu ihren Patientinnen und Patienten in die Krankenhäuser und Pflegeheime und unterstützen das dort ansässige Team mit ihren externen Dienstleistung vor Ort (z.B. Comfort Care Hospice).
(Source: MedicinNet/Comfort Care Hospice)


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(6a) Trauer verstehen

- Der Trauer-Prozess ist nicht vorhersehbar:
Wir können unsere Reaktion auf einen Todesfall nicht voraussehen oder gar planen lassen. Verlustgefühle variieren und lassen uns mehr oder weniger lang im Trauer-Prozess verbleiben. Die Trauer ist sehr individuell und kann sich bei jedem Menschen ganz anders bemerkbar machen.
- Jeder von uns hat seine eigene Art und Weise, wie sie oder er den Verlustschmerz erfährt:
Für einige ist die Trauer-Phase etwas mit der man "schnell fertig" wird - das Leben kann wieder aufgenommen werden, sobald man zur Arbeit zurückkehrt. Andere werden davon überrascht wie lange ihre Trauer anhält und empfinden den Verlust-Prozess noch lange als sehr schmerzhaft.
- Die Trauer stellt uns vor verschiedene Hürden und Prozesse:
Wir müssen nicht nur mit den verschiedenen Gefühlen der Trauer fertig werden, sondern auch die Realität des Verlustes akzeptieren können. Vielleicht werden dadurch einst innere Überzeugungen erschüttert und müssen nun neu definiert werden. Es gibt täglich neue Hürden aufgrund des Verlustes die jetzt auf einmal zu bewältigen sind.
- Trauer ist mehr als nur ein Prozess
Mit dem Verlust eines lieben Menschen verändert sich jeder Aspekt unseres Lebens. Ein Trauer-Prozess ist eine ungewisse und sehr individuelle Reise. Sich realistisch mit der Trauer auseinander zu setzen hilft in der Bewältigung der aufkommenden und verschiedenen Gefühlen der Trauer.

"Ohne dich in meinen Armen zu halten, fühle ich eine tiefe Leere in meiner Seele. Ich merke, wie ich versuche

nach dir zu suchen - ich weiss eigentlich, dass es dies nicht möglich ist, aber ich kann es nicht sein lassen."

abgeleitet und übersetzt von Nicholas Sparks ( Message in a bottle). Originaltext auf unserer englischen Seite.

- Erlauben Sie die Existenz der Trauer:
Kein Schritt ist wichtiger als dieser; akzeptieren und erlauben Sie Ihre Trauer als natürliche Reaktion auf Ihren Verlust. Lassen Sie den Schmerz zu und versuchen Sie ihn zu fühlen. Wo genau tut der Schmerz weh? Verlustschmerz ist real und kann auch körperliche Beschwerden auslösen. Unterdrücken Sie die Trauer nicht, auch wenn viele unangenehme Gefühle aufkommen können. Darunter auch Wut, Reue, Scham, Schuld, Bedauern, Sehnsucht etc. Alle Gefühls-Fassetten sind natürliche Zeichen der Trauer.

- Verstecken Sie Ihre Trauer nicht:
Versuchen Sie Ihre Gefühle zu "leeren". Weinen Sie wenn es Ihnen danach ist. Lassen Sie Ihre Wut zu, wenn Sie so fühlen. Versuchen Sie z.B. ihren Verlust-Schmerz im Tanz auszudrücken oder vielleicht indem Sie einen Brief schreiben. Je mehr Möglichkeiten Sie finden um Ihren Schmerz auszudrücken, desto mehr befreien Sie sich davon.
- Haben Sie Geduld mit sich selbst:
Trauer ist ein Prozess der in der Regel Zeit braucht. Eine Heilung von schmerzhaften Trauergefühlen ist nicht immer schnell und einfach, aber sie ist möglich! Vertrauen Sie darauf, dass auch Sie vom Verlust geheilt werden können und werden. Es wird der Tag kommen, an dem Sie sich ohne Schmerzen an Ihre Liebste oder Ihren Liebsten erinnern können.
- Bleiben Sie beschäftigt:
Sie können nicht jeden wachen Moment über Ihre Trauer oder Ihren Verlust nachdenken.  Oftmals beschäftigt Sie die Trauer vielleicht auch nachts. Deshalb ist es ist normal, dass Sie in der ersten Trauerflut das Gefühl haben, das Ausmass Ihres Leidens nicht kontrollieren zu können. Aber mit Freunden und diversen anderen Aktivitäten können Sie sich einen Plan erstellen, der zu einer Rettungsleine für Sie werden kann. Versuchen Sie mit jemandem dem Sie vertrauen können, über ihre Gefühle und Ängste zu reden.
(abgeleitet Texting HFA, USA)


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(6b) Trauer und Tod verstehen bei Kindern und Jugendlichen

Auch Kinder und Jugendliche trauern.  Sie gehen jedoch oftmals mit ihrer Trauer etwas anders um als wir Erwachsene es tun. Auch wenn es manchmal so aussehen kann, als ob es ihnen leichter fällt, ist das nicht richtig. Auch sie brauchen die nötige Aufmerksamkeit um mit ihrem Verlustschmerz umgehen zu können. Oftmals finden sie Trost bei ihren Freunden oder sie finden in einer Selbsthilfegruppe unter gleichaltrigen eine Unterstützung wie sie ihre Trauer und den Verlustschmerz bewältigen können.          

Dieses Buch hilft Kindern in der Trauer und erklärt einfühlsam wie sich die Grossmutter das Jenseits vorstellt und wie sie weiterhin mit ihrer lieben Enkelin verbunden bleiben kann. Autorin Sandra Ulrich, Illustrationen Cécilia Ulrich. Dieses Projekt wurde von Roger Federer unterstützt und von der Coop Zeitung als Buchtipp ausgeschrieben. Ideal für Kinder im Alter von ca. 6-11 jährig. 


Diese Video's erklären Kindern die Themen "Tod und Sterben" auf ganz natürliche Art. 

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Network-Aktivitäten

März 2019: Vier eindrückliche Tage mit Comfort Care Hospice in the USA.
Gegegenseitige Schulung in den Bereichen Hospice Care, Grief Counseling and SOUL INJURY®.
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